Zahnriemenwechsel – was ist zu beachten?

Der Zahnriemen ist in einem Fahrzeug für die Motorsteuerung verantwortlich. Die Kurbelwelle treibt den Zahnriemen an und dieser hat seinen Sitz im Motor an der Stirnseite. Ventilbewegungen werden durch den Antrieb der Nockenwelle gesteuert, sprich beim Öffnen und Schließen werden die Ventile nicht auf die Kolben geschlagen. Der Zahnriemen läuft über eine Spannrolle, dort ist auch eine Umlenkrolle angebracht. Ein Zahnriemenwechsel wird für gewöhnlich vom Fahrzeughersteller vorgegeben. Eine Faustregel besagt jedoch dass der Zahnriemenwechsel ca. nach 65.000 bis 95.000 Kilometer vorgenommern werden sollte. Achtung: Sonst droht unter Umständen Gefahr dass der Zahnriemen reißt!

Die Folgen eines Zahnriemenabrisses können teuer werden!

Ein Zahnriemen der reißt kann zum Motorschaden führen. Der Ventilbetrieb wird nämlich sofort eingestellt, die Kolben laufen weiter, eine Zylinderkopfbeschädigung ist die Folge. Übrigens sind Zahnriemen zumeist aus Gummi gerfertigt. Einen Riss gilt es daher unbedingt zu vermeiden, kürzere Prüfintervalle können dies verhindern helfen. Nach etwa 35.000 Kilometern sollte eine Zwischenprüfung durchgeführt werden, diese kann bestimmt nicht schaden und ist sogar anzuraten. Eine Sichtprüfung genügt hierbei durchaus, der Zahnriemen wird auf Verschleiß untersucht neu gespannt und wenn notwendig sogar ein vorzeitiger Zahnriemenwechsel vorgenommen.

Die Kosten für einen Zahnriemenwechsel

Von Hersteller zu Hersteller variieren die Kosten für den Zahnriemenwechsel. So sind aber ca. 200 – 300 Euro für Material und Arbeitslohn hierbei die Regel. Bei teuren Fahrzeugmodellen können aber durchaus auch schon mal 1.000 Euro für den Zahnriemenwechsel anfallen.

Zahnriemen selbst wechseln – ist das zu empfehlen?

Einen Zahnriemenwechsel selber durchzuführen ist zwar grundsätzlich möglich und spart einiges Geld. Der Zeitaufwand kann aber erheblich sein. Im Motorraum ist der Zahnriemen nämlich zumeist nur schwer zugänglich. Eventuell müssen sogar größere Motorteile ausgebaut werden, der Ausbau von Lichtmaschine und Luftfilter ist zumeist ohnehin unumgänglich. Auch ist zu beachten dass der Zahnriemen richtig herum eingebaut wird, die Laufrichtung ist nämlich vorgeschrieben.

Alles in allem kann eine Werkstattbesuch allerdings dennoch die günstigere Lösung sein um den zahnreimen zu wechseln, denn schon ein kleiner Einbaufehler kann einen erheblichen Schaden verursachen. Dieser steht dann in keinem Verhältnis zu einer möglichen Ersparnis beim Selbsteinbau!

Oft ist der Werkstattbesuch unterm Strich betrachtet daher der günstigere Weg einen Zahnriemen zu wechseln!