Was ist ein Dieselpartikelfilter?

Ein Dieselpartikelfilter, auch Dieselrußpartikelfilter genannt, ist eine spezielle Vorrichtung, die sich in Fahrzeugen befindet, welche durch einen Dieselmotor angetrieben werden. Der Dieselpartikelfilter dient dazu giftige Teilchen, die in Abgasen vorhanden sind, möglichst stark zu reduzieren und trägt damit dazu bei, die Umwelt zu schützen. Ruß ist ein Produkt, welches durch Verbrennungsvorgänge entsteht und zu einem großen Prozentsatz aus Kohlenstoff besteht. Ruß und andere Abfallprodukte dieser Art stehen stark im Verdacht, krebserregend zu sein. Tierversuche haben diese Vermutung bereits belegt.

Bereits zu Beginn des 19. Jahrhundert gab es Versuche, die Rußentstehung durch Dieselmotoren zu verringern. Die Gründe dafür waren jedoch keine ökologischen, sondern politisch-strategische. U-Boote und Schiffe, welche mit Hilfe von Dieselmotoren angetrieben wurden konnten sich nicht unbemerkt der feindlichen Flotte nähern, da ihre Rauchfahnen weithin sichtbar waren.

Erfolgreich konnte ein Dieselpartikelfilter jedoch erstmals 1985 genutzt werden, als der erste PKW mit diesem ausgestattet wurde. Dieser Prototyp war jedoch noch fehlerhaft und nicht sehr langlebig, weshalb die Produktion der Filter 1988 zunächst eingestellt wurde. Erst einige Jahre später begann der Autohersteller Peugeot damit, einige seiner Automodelle serienmäßig mit Dieselpartikelfiltern auszustatten.


Im Jahr 2005 wurde in Deutschland eine obligatorische Abgasnorm festgelegt. Bestimmte Grenzwerte des im Abgas enthaltenen Rußes dürfen seitdem nicht mehr überschritten werden. Daraufhin kam es aufgrund der stark gestiegenen Nachfrage kurzfristig zu Lieferungsengpässen von Dieselpartikelfiltern. Schnell wurde der Dieselpartikelfilter dann aber in größerer Anzahl produziert.

Nachdem der nachträgliche Einbau eines Rußpartikelfilters in ein dieselbetriebenes Auto zunächst staatlich subventioniert wurde, mussten Fahrzeughalter lange Jahre lang die Kosten für die Nachrüstung ihres PKWs, Wohnmobils oder Kleintransporters aus eigener Tasche bezahlen. Ab 2012 wird das anders werden. Ab dem 1. Januar stellt der Staat insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung, welche für den Einbau von Dieselpartikelfiltern bereit gestellt werden sollen. Insgesamt können nach Expertenangaben damit 90.000 Dieselfahrzeuge nachgerüstet werden. Jeder Autobesitzer hat somit Anspruch auf einen jährlichen Zuschuss von 330 Euro. Ein positiver Nebeneffekt besteht darin, dass die aufgerüsteten Fahrzeuge weniger schnell an Wert verlieren. Ein Dieselfahrzeug, welches drei Jahre alt ist und keinen Dieselpartikelfilter hat, hat einen Wertverlust zu verzeichnen, der um mehr als 754 Euro höher liegt als bei einem Fahrzeug, welches mit einem Filter ausgestattet wurde.