Umfassender Umweltschutz dank Fahrzeugkatalysator

Umfassender Umweltschutz dank Fahrzeugkatalysator

Ein Katalysator kommt in vielen Bereichen zur Anwendung. Das bekannteste Beispiel hierfür ist sicherlich der sogenannte Fahrzeugkatalysator, den sicher auch Sie in ihrem Auto, Motorrad oder LKW haben. Umgangsprachlich wird der Katalysator auch Kat genannt. Der Katalysator hat die primäre Aufgabe, bestimmte Schadstoffe in ungefährliche Stoffe umzuwandeln, so dass dadurch Mensch und Umwelt geschützt werden. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie ein Fahrzeugkatalysator funktioniert und warum er so wichtig für den Umweltschutz ist. Darüber hinaus finden Sie hier zahlreiche Infos zu den verschiedenen Katalysatoren Typen und ihren spezifischen Eigenschaften.

Funktion und Aufbau des Fahrzeugkatalysators

Eigentlich stammt der Begriff Katalysator aus der Chemie. Generell meint man in diesem Bereich eine Substanz oder einen Stoff, der für mehr Geschwindigkeit bei einer Reaktion sorgt. Dadurch können Substanzen in andere Stoffe umgewandelt werden.
Fahrzeuge verfügen heutzutage standardmäßig über einen Katalysator.Die ersten Katalysatoren für Fahrzeuge gab es bereits in den 50er Jahren. Allerdings waren diese Katalysatoren damals noch nicht marktfähig. Der Kat sorgt dafür, dass die Verbrennungsgase von bestimmten schädlichen Stoffen befreit werden. Generell nennt man diesen Vorgang Abgasnachbehandlung. Dabei werden Schadstoffe katalysiert so dass am Ende des Prozesses ungiftige Stoffen herauskommen. Beim Verbrennen des Kraftstoffes entstehen nämlich Kohlenmonoxid, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe. Der Kat bewirkt, dass daraus Wasser, Stickstoff und Kohlenstoffdioxid entstehen.

Generell besteht der Fahrzeugkatalysator aus mehreren Bestandteilen. Dazu gehört unter anderem das Gehäuse. Der Kern des Katalysators besteht in der Regel aus Keramik, der eine wabenförmige Struktur zur Oberflächenvergrößerung besitzt. Das Material ist extrem wärmebeständig. Die Keramikoberfläche ist mit einem bestimmten Stoff überzogen. Meistens wird hierfür das sogenannte Aluminiumoxid verwendet. Der sogenannte Washcoat ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Katalysators. Dort sind nämlich diejenigen Stoffe eingelagert, welche die Katalyse vorantreiben. Dabei handelt es sich um Edelmetalle, wie z.B. Rhodium, Palladium oder Silber. Mittlerweile gibt es verschiedene Fahrzeugkatalysatoren. Die Wahl des passenden Kats` ist immer vom vorhandenen Motor bzw. Kraftstoff abhängig. Zu den bekanntesten gehören

· Drei-Wege Katalysator

· Oxidationskatalysator für Diesel- bzw. Zweitaktmotoren

· NOx-Speicherkatalysator

Aufgabe des Fahrzeugkatalysators im Umweltschutz

Der Fahrzeugkatalysator trägt maßgeblich zum Umweltschutz bei. Schließlich reduziert er die Schadstoffemissionen um ein Vielfaches. Ohne Kat wurden früher Stoffe, wie Kohlenmonoxid, Stickoxide und Kohlenwasserstoffe ungehindert in die Umwelt abgegeben und haben diese so nachhaltig geschädigt. Gerade die Konzentration der genannten Stoffe in der Luft, hatten auch negative Auswirkungen auf den Menschen (Stichwort Smog). Sicherlich verfügt auch Ihr Fahrzeug über einen Katalysator. Dieser ist nämlich in Deutschland seit 1989 für alle Neuwagen gesetzlich vorgeschrieben. Ältere Fahrzeuge ohne Kats‘ kann man dementsprechend nachrüsten. Mit der sogenannten Abgasnorm kommt dem Katalysator sogar eine noch wichtigere Aufgabe zu. Je weniger Schadstoffe abgegeben werden, desto besser ist auch die Einstufung des Fahrzeugs. Das hat unter anderem auch Auswirkungen auf die Kfz-Steuer und die Nutzung von Umweltzonen in Städten.

Winterreifen-Pflicht – Darauf kommt es an

Seit letzten Winter ist gesetzlich verankert, was bereits lange diskutiert wurde: Bei Schnee und Eis sind Winterreifen pflicht. Eine Überarbeitung der Straßenverkehrsordnung mit verbindlichen Formulierungen macht Winterreifen zur Notwendigkeit – sonst droht ein Bußgeld.

Winterreifen müssen M+S-Kennzeichnung aufweisen

Bisher war das Gesetz nicht konkret gefasst. Es schrieb lediglich eine „geeignete“ Bereifung vor – wie die auszusehen hat und wann wirklich Winterreifen notwendig wurden, war nicht eindeutig. Seit 04.12.2010 wurden alle Unklarheiten beseitigt, im Gesetz ist nun von „Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte“ die Rede. Auch ein plötzlicher Wintereinbruch ist keine Ausrede mehr: Der Gesetzgeber setzt Voraus, das in den Wintermonaten grundsätzlich mit Schneefall und Eisglätte zu rechnen ist.

Zwar ist der genaue Zeitraum nicht festgelegt, Experten empfehlen aber, die Winterreifen im Oktober aufzuziehen und bis Ostern am Fahrzeug zu belassen. Vorgeschrieben sind Reifen, die das M+S-Symbol tragen. M+S steht für „Matsch und Schnee“. Dieses Symbol ist allerdings nicht nur auf vom Handel ausgewiesenen Winterreifen zu finden, sondern auch ganz allgemein auf Reifen mit grobstolligem Profil. Geländewagen und einige SUV können also durchaus auch mit der Serienbereifung gesetzestauglich sein. Auch sogenannte Ganzjahresreifen tragen diese Kennzeichnung und sind damit geeignet.

Wie bisher ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6mm vorgeschrieben. Um dem Fahrer die Kontrolle zu ersparen, sind entsprechende Markierungen mit TWI an der Reifenflanke gekennzeichnet. Experten empfehlen besonders bei Winterreifen aber ein deutlich tieferes Profil von etwa 5mm. Weiterhin ungeklärt ist das Höchstalter der Reifen. Zwar empfehlen die Hersteller, Reifen nach spätestens 6 Jahren auszutauschen, laut Gesetz ist dies allerdings nicht unbedingt notwendig. Schwieriger sieht die Situation für Zweiradfahrer aus. Für normale Straßenmaschinen und Motorroller gibt es kaum wintertaugliches Profil, lediglich Enduros dürften mit dem neuen Gesetz keine Probleme bekommen.

Verstöße werden teuer: Versicherungsschutz geht verloren

Wird man beim Fahren mit Sommerreifen bei Glätte erwischt, drohen ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Kommt sogar noch eine Behinderung des Verkehrs wegen der untauglichen Bereifung hinzu, verdoppelt sich das Bußgeld sogar auf 80 Euro. Noch teurer wird es aber, wenn es tatsächlich zu einem Verkehrsunfall kommt. Wurde der Schaden verursacht und es waren keine Winterreifen aufgezogen, kann die Versicherung die Zahlung verweigern.